7 Tipps um Deine Fenster WIRKLICH schalldicht zu machen

Fenster sind oft die Schwachstelle, wenn es darum geht den Lärm von draußen in der Wohnung abzuschirmen. Sirenen der vorbeifahrenden Polizei und Feuerwehr, der Presslufthammer auf der Baustelle nebenan, grölende Fußballfans und vieles mehr: die Liste der Lärmquellen ist lang!

Wenn man den Lärm dann selbst bei geschlossenen Fenstern hört, kann uns das in den Wahnsinn treiben, vor allem wenn wir schlafen wollen oder uns konzentrieren müssen. Aber das muss nicht sein! Hier erfährst du, wie du mit teils einfachen Mitteln dafür sorgen kannst, dass deine Fenster deutlich schalldichter werden und die Ohrstöpsel fortan der Vergangenheit angehören.

Fenster Frau Kopfhörer Schallschutz

Um Fenster schalldicht zu machen, empfiehlt es sich, das aktuelle Fenster gegen ein spezielles Schallschutzfenster einzutauschen oder eine zusätzliche Scheibe aus Plexiglas in das Fenster zu integrieren. Außerdem sollte man unbedingt jegliche Lücken zwischen dem Fenster und der Wand mit akustischen Dichtmitteln verschließen und prüfen, ob die Gummidichtungen der Fenstertür noch richtig abdichten. Eine zusätzliche und kostengünstige Option sind schalldämmende Vorhänge.


1. Bessere Fenster einsetzen

Die effektivste Variante ist sicherlich das aktuelle Fenster durch ein neues Fenster mit besserer Schalldämmung zu ersetzen. Je nach Stärke des Lärms kommen unterschiedliche Fensterklassen in Frage. Die Schalldämmung von Fenstern wird in sogenannten Schallschutzklassen (SSK) beschrieben. Beispielsweise bietet ein Fenster mit SSK 2 eine Schalldämmung von etwa 32 dB. Ein Fenster mit SSK 5 hingegen dämmt bereits eine Lautstärke von 45 dB. Das ist ein riesiger Unterschied. Dieser macht sicher allerdings auch im Preis bemerkbar. Ein SSK 5 Fenster kann schnell mehr als das Doppelte eines SSK 2 Fensters kosten. Trotzdem kann sich ein hochwertigeres Fenster lohnen, vor allem wenn man bedenkt, dass eine höhere Schalldämmung bei Fenstern in der Regel auch mit einem höheren Wärmeschutz einhergeht.

2. Lücken zwischen der Wand und dem Fenster füllen

In den meisten älteren Gebäuden bilden sich kleine Luftlöcher zwischen dem Fenster und der Wand, wodurch Geräusche von außen nach innen dringen können. Das ist nicht nur aus akustischen Gründen suboptimal, sondern auch im Hinblick auf den Energieverbrauch. Denn im Winter kommt hier die kalte Luft leicht durch und treibt die Heizkosten in die Höhe. Es lohnt sich also allemal, diese Lücken zu schließen! Am besten nutzt man dafür ein akustisches Dichtmittel.

3. Fenstertüren zusätzlich abdichten

Die Gummidichtungen von Fenstertüren können mit der Zeit platt und steif werden, wodurch die Fenster dann nicht mehr richtig schließen und Lärm durchlassen. Das lässt sich leicht mit einem Blatt Papier überprüfen. Dazu klemmt man dieses zwischen der Fenstertür und dem Rahmen ein und versucht dann das Blatt bei geschlossenem Fenster herauszuziehen. Wenn sich das Blatt leicht herausziehen lässt, funktionieren die Dichtungen in der Regel nicht mehr richtig. 

Das lässt sich mit Dichtungsbändern* aber ganz leicht beheben. Die Schalldämmung wird dadurch deutlich verbessert! In diesem Video siehst du, wie einfach das geht:

4. Schalldämmende Vorhänge anbringen

Schalldämmende Vorhänge bieten eine weitere Möglichkeit. Das Manko bei Vorhängen ist, das sie oftmals Lücken offen lassen, durch die der Lärm weiterhin durchdringen kann. Bei leichter bis mittlerer Lärmbelastung können sie jedoch durchaus hilfreich sein und sind definitiv eine Überlegung wert. Hier gilt, je dichter und schwerer die Vorhänge sind, umso stärker ist ihre Schalldämmung.

Vorhänge der Firma Moondream* sind zum Beispiel gezielt dafür konzipiert, möglichst viel Schall abzuhalten. Sie gehören zwar nicht zur günstigsten Variante, sind aber dafür umso massiver und schwerer als Vorhänge von Günstiganbietern und somit auch deutlich effektiver für den Schallschutz.

5. Rollladenkasten dämmen

Bei Fenstern mit Rollläden kann es sein, dass Lärm durch den Rolladenkasten ins Innere gerät. Das ist insbesondere bei einfachen Plastik- oder Holzkästen oftmals der Fall. Aber auch hier lässt sich durch einfache Mittel Abhilfe schaffen. Insbesondere bietet es sich an, den Kasten zusätzlich mit einer speziellen Rollladenkastendämmung* auszukleiden. Das reduziert nicht nur den Lärm, sondern verbessert ebenfalls den Wärmeschutz!

Hier siehst du, wie das geht:

6. Schalldämmende Rollos anbringen

Mit dicken Rollos und Jalousien lassen sich ebenfalls ein paar Dezibel abhalten. Diese Methode ist zwar deutlich weniger effektiv als die anderen hier dargestellten Optionen, aber sie kann trotzdem helfen und zumindest die Raumakustik deutlich verbessern. Bei den Rollos oder Jalousien sollte man darauf achten, dass sie aus dicken und möglichst schweren Materialien bestehen. Dann ist ihre Schalldämmung am stärksten.

7. Eine zusätzliche Schicht Plexiglas anbringen

Wenn du nicht bereit bist, das Fenster komplett auszutauschen und eine möglichst kostengünstige Variante suchst, um die Schalldämmung der Scheiben trotzdem zu verbessern, könnte diese Option die Richtige sein. Die Idee ist es, durch eine zusätzliche Scheibe einen weiteren Hohlraum zwischen den Fensterscheiben zu schaffen. Dadurch entsteht eine effektive Schalldämmung.

Wichtig ist es bei dieser Variante auf die Qualität der Plexiglasscheibe zu achten. Zum einen sollte sie unbedingt Fensterqualität besitzen. Das verhindert, dass sie sich mit der Zeit durch die Sonneneinstrahlung verfärbt. Die Scheibe sollte außerdem etwa so dick sein wie eine (einzelne) Fensterscheibe (in der Regel 4-8 mm). Der Abstand zwischen Fensterscheibe und Plexiglasscheibe sollte mindestens 10 mm betragen.

Diese Methode ist oftmals effektiver als Vorhänge und Jalousien und bietet zusätzlich den Vorteil, dass das Fenster frei bleibt und Licht in den Raum kommt.


Extreme Methoden bei extremer Lärmbelastung

Je nach Intensität des Lärms empfehlen sich verschiedene Methoden. Prinzipiell lässt sich sagen, je höher der Lärmpegel, umso weniger effektiv sind einfache Methoden wie beispielsweise schalldämmende Vorhänge. Bei extremen Lärmbedingungen kommt man nicht drum herum, extrem schallgeschütze Fenster mit hoher SSK einzusetzen. Alternativ kann man natürlich auch darüber nachdenken, etwas radikalere Schritte vorzunehmen. Wenn du merkst, dass du das Fenster eigentlich so gut wie gar nicht nutzt und die Vorhänge ohnehin immer zugezogen sind, warum nicht darüber nachdenken, das Fenster einfach zuzumauern? Wenn das nicht geht, kannst du auch überlegen, das Fenster mit Möbeln zuzustellen und damit abzuschotten. Je mehr Masse du vor das Fenster bringen kannst, umso effektiver die Schalldämmung. Ein dickes und vollbepacktes Bücherregal könnte Wunder bewirken. Für die meisten Leute sind das sicherlich keine sinnvollen Optionen, aber in manchen Fällen könnten sie sich bezahlt machen.

Weitere Vorteile durch schalldämmende Fenster

Wie bereits erwähnt, geht ein verbesserter Schallschutz bei Fenstern oft mit einem verbesserten Wärmeschutz einher. Das wirkt sich also auch positiv auf die Heizkosten und den CO2-Verbrauch aus. Wer die Immobilie selbst besitzt, kann außerdem davon ausgehen, dass sich die Ausgaben für bessere Fenster auch im Wert der Wohnung oder des Hauses widerspiegeln werden. Das Geld ist somit gut angelegt!

FAZIT

Fenster sind oft die Schwachstelle, wenn es darum geht den Lärm von draußen in der Wohnung abzuschirmen. Die effektivste Methode um Fenster schalldicht zu machen ist, sie durch neue Fenster mit einer höheren Schallschutzklassse zu ersetzen. Es gibt allerdings auch einfachere und weitaus günstigere Methoden um den Schallschutz zu verbessern. Dazu gehören insbesondere das Füllen von Löchern zwischen Fenster und Wand oder die Verbesserung der Fensterdichtungen. Außerdem kann es sich lohnen mit anderen hier beschriebenen Methoden zu experimentieren und beispielsweise schalldämmende Vorhänge anzubringen oder den Rollladenkasten zusätzlich zu dämmen.

Wir hoffen, dass du hier die richtige Option für dich findest und dein Zuhause schon bald wieder IN RUHE genießen kannst!