Schlafzimmer schalldicht machen – Neun einfache Tricks

Wenn es einen Raum in der Wohnung gibt, in den so wenig Lärm wie möglich gelangen soll, dann ist das wohl das Schlafzimmer. Und doch können uns so manche Lärmquellen um den Schlaf bringen: Vorbeifahrende Polizeisirenen, die laute Musik aus dem Zimmer oder der Wohnung nebenan und so weiter.

Aber mit ein paar einfachen und günstigen Tricks kannst du dafür sorgen, dass deutlich weniger Lärm in dein Schlafzimmer eindringen kann und die schlaflosen Nächte der Vergangenheit angehören.

In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du ohne viel Geld auszugeben die drei häufigsten Schwachstellen im Schlafzimmer schalldichter machen kannst, nämlich die Fenster, die Tür und die Wände. Los geht’s.


Um die Schalldämmung des Schlafzimmers zu verbessern, bieten sich verschiedene Lösungsansätze an, je nachdem wo der Lärm herkommt. Bei Straßenlärm sollte man hauptsächlich die Dämmung der Fenster verbessern (z. B. mit neuen Gummidichtungen oder Schallschutzvorhängen). Kommt der Lärm hingegen von anderen Zimmern oder Wohnungen, gilt es, die Dämmung der Türen und Wände zu verbessern (z. B. mit Akustikschaumstoff oder schweren Vinylmatten).


Das Fenster

Wenn es um Straßenlärm geht, ist das Fenster oft die entscheidende Schwachstelle. Mit diesen einfachen Tipps, kannst du die Schalldämmung deines Fensters jedoch stark verbessern.

1. Die Fensterdichtungen verbessern

Mit der Zeit neigen die Gummidichtungen von Fenstern dazu, steif und platt zu werden. Dadurch dichten sie das Fenster nicht mehr richtig ab und der Lärm kann von außen leichter hinein gelangen. Um das zu prüfen, kannst du ein Blatt Papier zwischen dem Fensterrahmen und der Fenstertür einklemmen und dann versuchen, das Blatt herauszuziehen. Wenn es sich leicht herausziehen lässt, sind die Dichtungen nicht mehr so gut in Schuss und sollten ausgebessert werden.

Dazu kannst du entweder die aktuellen Dichtungen gegen neue Dichtungen austauschen oder du bringst zusätzliche Dichtungsbänder* an. Das ist ganz einfach und wird in diesem Video erklärt.

2. Rollladenkasten dämmen

Der Rollladenkasten kann ebenfalls eine Schwachstelle für den Lärm sein. Vor allem bei einfachen Plastik- oder Holzkästen lohnt es sich, sie zusätzlich zu dämmen. Dazu gibt es spezielle Rollladenkastendämmung* zu kaufen. Diese dämmt effektiv gegen Lärm und verbessert zudem den Wärmeschutz.

Wie du den Rollladenkasten dämmen kannst, siehst du in diesem Video.

3. Schallschutzvorhänge anbringen

Schallschutzvorhänge können eine einfache und noch dazu optisch ansprechende Möglichkeit sein um die Lärmbelastung zu reduzieren.

Im Vergleich zu gewöhnlichen Vorhängen sind sie dicker und schwerer. Dadurch absorbieren sie den Schall stärker und reduzieren den Hall im Raum. Das Ergebnis ist eine deutlich angenehmere Raumakustik.

Vorhänge der Marke Moondreamsind zum Beispiel gezielt für möglichst gute Schalldämmung konzipiert. Sie sind besonders massiv und schwer, so dass Lärm effektiv absorbiert oder gar reflektiert wird.

Das sind drei einfache und dennoch wirksame Möglichkeiten, um ein Fenster schalldichter zu machen. Solltest du auf der Suche nach weiteren Tipps sein, schaue dir diesen Artikel an: 7 Tipps um Deine Fenster WIRKLICH schalldicht zu machen


Die Tür

Oftmals denkt man, dass der Lärm direkt durch die Wand kommt. Meistens ist jedoch die Tür der eigentliche Schwachpunkt und du solltest unbedingt erstmal die Tür prüfen, bevor du dir die Arbeit machst, die Wand zu dämmen.

Hier sind die Top 3 der einfachsten Tipps um eine Schlafzimmertür schalldichter zu machen.

1. Den Spalt zwischen Tür und Fußboden abdichten

Viele Türen weisen einen großen Spalt zum Fußboden auf. Da kann die Tür noch so massiv und dick sein – Geräusche kommen ohne Probleme durch den Spalt ins Schlafzimmer. Dieses Problem lässt sich aber leicht beheben.

Bringe dazu einfach eine zusätzliche Leiste aus Silikon* an oder nutze einen Zugluftstopper aus Schaumstoff*. Bei Außen- und Bohnungstüren bieten sich hingegen eher Bürstenleisen* dafür an.

2. Die Türdichtungen verbessern

Ähnlich wie beim Fenster sind auch gute Dichtungen der Tür wichtig für den Schallschutz. Wie bei Fensterdichtungen kannst du poröse Türdichtungen ganz einfach durch neue Dichtungen* aus Gummi oder Schaumstoff ersetzen.

3. Die Tür dicker und/oder schwerer machen

Wenn die Tür sehr leicht und dünn ist, wird es oftmals etwas aufwendiger. Eine Option ist natürlich, die Tür gegen eine neue Tür mit möglichst viel Masse auszutauschen. Je massiver die Tür ist, umso besser hält sie den Lärm ab.

Wenn das keine Option ist, bietet es sich eventuell an, die Tür beidseitig mit Dämmmatten aus Akustikschaumstoff zu bekleben. Das absorbiert den Schall und reduziert die Lärmbelastung. Besonders bequem geht das mit selbstklebenden Dämmmatten*, die man auch leicht maßgeschneidert für dir Tür zuschneiden kann.

Noch effektiver ist der Einsatz von massegeladenen Vinylmatten*. Diese lassen sich an der Tür befestigen. Durch ihr hohes Gewicht können sie besonders wirksam Geräusche aufhalten.

Einige weitere hilfreiche Tipps zur Schalldämmung einer Tür findest du in diesem Artikel.


Die Wände

Bei sehr hellhörigen Wänden reicht es manchmal nicht aus, nur die Türen und Fenster zu dämmen. Dann ist etwas mehr Arbeit gefordert.

Hier zeigen wir dir drei einfache und dennoch effektive Methoden, um deine Schlafzimmerwand schalldichter zu machen.

1. Den Kleiderschrank an die „Problemwand“ stellen

Eine ganz einfache Option, die bereits Wunder wirken kann, ist einen Kleiderschrank an die Wand, durch die der Lärm kommt, zu stellen.

Wenn möglich, sollte der Schrank möglichst massiv und gut gefüllt sein. Durch die hohe Masse und die dämmende Kleidung kann der Schrank Schallwellen sowohl komplett aufhalten als auch absorbieren.

Mit einem dicht bepackten Bücherregal funktioniert das ebenfalls sehr gut.

2. Schallschutzvorhänge an die Wand hängen

Schallschutzvorhänge kann man schon fast als multifunktionales Mittel für den Lärmschutz bezeichnen. Denn sie verbessern nicht nur die Schalldämmung von Fenstern, sondern eben auch von Wänden.

Diese Vorhänge der Marke Moondream* sind zum Beispiel speziell dafür konzipiert möglichst viel Lärm abzuhalten. Aus diesem Grund sind sie besonders schwer und dicht. Tatsächlich können sie Geräusche um bis zu 12 Dezibel reduzieren. Damit verringert sich der Lärm auf die Hälfte!

3. Die Wand mit Akustikschaumstoff oder Vinylmatten bedecken

Dämmmatten aus Akustikschaumstoff* können auch hier hilfreich sein. Dabei solltest du aber beachten, dass ein Großteil der Wand mit diesen Matten bedeckt sein muss, damit es wirklich wirksam ist. Sogenannte Akustikbilder sind deshalb meistens nicht besonders effektiv. Sie bestehen zwar ebenfalls aus Akustikschaumstoff, aber meistens bedecken sie nur einen sehr kleinen Teil der Wand.

Matten aus massegeladenem Vinyl* können wiederum sehr wirksam sein und bieten den Vorteil, dass sie weniger Platz einnehmen als Dämmmatten aus Schaumstoff. Sie können insgesamt jedoch etwas teurer sein und sind aufwendiger in der Anbringung.

Sowohl Schaumstoffe als auch Vinylmatten haben den Nachteil, dass sie optisch eher negativ auffallen. Es lohnt sich also diese Option eventuell mit Vorhängen zu kombinieren.

Allgemein lässt sich sagen, dass die drei genannten Methoden vor allem in Kombination miteinander besonders wirksam sind.

Eine ausgiebige Erklärung mit noch vielen weiteren Tipps, wie du eine Wand nachträglich schalldicht machen kannst, findest du in diesem Artikel.


FAZIT

Um ein Schlafzimmer schalldicht zu machen, sollte man sich zuerst um die Dämmung der Fenster und Türen kümmern. Diese lassen sich mit bereits einfach Mitteln deutlich schalldichter machen, z. B. durch die Erneuerung der Dichtungen. Wenn danach immer noch zu viel Lärm ins Zimmer gelangt, muss zusätzlich die Wand gedämmt werden. Hierzu kann man einen schweren Kleiderschrank vor die Wand stellen oder sie mit Schallschutzvorhängen, Akustikschaumstoffen oder Vinylmatten zusätzlich dämmen.