Waschmaschine leiser machen – 9 Tricks, die wirklich funktionieren

Was steht in den meisten Haushalten entweder im Bad oder in der Küche, macht mehrmals pro Woche Stundenlang Krach, rumpelt, wackelt und vibriert? – Klar, die Waschmaschine! Vor allem beim Schleudern kann ihr Lärm nicht nur uns selbst, sondern auch die Nachbarn ganz schön nerven.

Es gibt aber ein paar Dinge, die du tun kannst, um deine Waschmaschine deutlich leiser zu machen. Was genau, das erfährst du in diesem Artikel.


Am einfachsten kann man eine Waschmaschine leiser machen, indem man Schwingungsdämpfer oder eine Antivibrationsmatte unter sie legt. Außerdem sollte man unbedingt darauf achten, dass die Waschmaschine vollkommen gerade steht. Das reduziert ungleichmäßige Schwingungen, wodurch sie weniger wackelt und leiser ist.


Warum Waschmaschinen so viel Krach machen

Einerseits wollen wir auf keinen Fall auf sie verzichten. Andererseits können Waschmaschinen aber ganz schön viel Krach machen. Besonders ärgerlich ist der Lärm, wenn es gar nicht unsere eigene Waschmaschine ist, die da grade so laut schleudert, sondern die der Nachbarn.

Für ein harmonisches Miteinander in der Nachbarschaft ist es also umso besser, wenn jeder ein paar Minuten investiert, um die Geräusche seiner Waschmaschine etwas zu dämpfen.

Mit Schleuderdrehzahlen von oftmals bis zu 1600 Umdrehungen pro Minute kann eine Waschmaschine eine beeindruckende Leistung zustande bringen. Das sorgt dafür, dass unsere Wäsche nur wenig Zeit zum Trocknen benötigt. Das intensive Schleudern bewirkt allerdings auch, dass die ganze Maschine in Schwingung gebracht wird.

Dass die Waschmaschine schwingt und vibriert, ist vollkommen normal und lässt sich nicht ganz abstellen. Problematisch wird es allerdings, wenn die Schwingungen ein Ausmaß annehmen, das über die Normalität hinaus geht.

Dann fängt die Waschmaschine an, sich über den Boden zu bewegen und gegen die Wände zu stoßen. Das laute Knallen ist dann oft im ganzen Haus zu hören. Zudem werden die Vibrationsgeräusche problemlos über den Fußboden durch das Gebäude geleitet und sind vor allem bei hellhörigen Wänden sehr hörbar.

Möglicherweise wirst du aber überrascht sein, wie viel du bereits mit einfachen Mitteln tun kannst, um deine Waschmaschine deutlich leiser zu machen. Hier findest du neun Tricks, die wirklich funktionieren.

1. Die Waschmaschine nicht zu voll beladen

Vielleicht ist es dir schon aufgefallen: Wenn die Waschmaschine besonders stark befüllt ist, neigt sie dazu beim Schleudern umso mehr zu wackeln und zu vibrieren. Dann stößt sie womöglich auch gegen die Wände und macht einen riesen Krach.

Die Lösung ist also denkbar einfach: Belade die Waschmaschine maximal so voll, dass zwischen die Wäsche und die Trommelwand noch eine Faust passt.

Dieser Tipp gilt vor allem bei älteren Waschmaschinen. Neuere Modelle sollten in der Regel mit voller Befüllung besser zurechtkommen

2. Sicherstellen, dass die Waschmaschine gerade steht

Damit eine Waschmaschine möglichst wenig hin und her schwingt, muss sie unbedingt richtig ausgerichtet sein und mit allen vier Füßen gleichmäßig auf dem Boden stehen.

Nutze eine Wasserwaage, um zu prüfen, ob die Waschmaschine eine Schieflage hat. Bei fast allen Maschinen sind die Füße höhenverstellbar. Damit kannst du letztlich die Waschmaschine so justieren, dass sie perfekt zentriert steht und Schwingungen minimiert werden.

3. Eine Antivibrationsmatte unter die Waschmaschine legen

Dieser Trick bewirkt oft Wunder und ist in so gut wie jedem Fall eine gute Idee. Antivibrationsmatten* sind aus speziellem Gummi hergestellt und sorgen dafür, dass die Schwingungen der Waschmaschine absorbiert und so gedämpft werden.

Das Ergebnis: Die Waschmaschine schleudert viel ruhiger und stößt nicht mehr an die Wände an.

Manchmal werden Antivibrationsmatten auch als “Dämmmatten”, “Schallschutzmatten” oder “Antirutschmatten” bezeichnet.

4. Schwingungsdämpfer anbringen

Schwingungsdämpfer* sind kleine Kunststoffteile und funktionieren ganz ähnlich wie Antivibrationsmatten. Sie lassen sich an die Füße der Waschmaschine stecken und bewirken ebenfalls, dass die Vibrationen der Maschine gedämpft werden.

Im Vergleich zu Antivibrationsmatten haben Schwingungsdämpfer den Vorteil, dass sie meistens etwas günstiger sind und optisch nicht so stark auffallen. Zudem neigen manche Antivibrationsmatten dazu, einen etwas stärkeren Gummigeruch zu verbreiten, was bei Schwingungsdämpfern aufgrund ihrer kleinen Größe selten der Fall ist.

5. Ist die Transportsicherung noch verbaut?

Ist deine Waschmaschine ganz neu und macht beim Schleudern extrem laute Geräusche und springt durch den ganzen Raum? – Wenn ja, dann solltest du mal nachschauen, ob die Transportsicherung noch verbaut ist.

Die Transportsicherung lässt sich ganz einfach von der Rückseite der Maschine entfernen. Wie genau das geht, ist in diesem Video gut erklärt.

6. Geringere Schleuderdrehzahl wählen

Manchmal muss man noch ganz dringend eine Ladung Wäsche machen, obwohl es aber schon spät am Abend ist. Um den Nachbarn trotzdem so wenig Lärm wie möglich zu bescheren, kannst du die Schleuderdrehzahl etwas reduzieren. Denn je höher die Drehzahl, umso stärker vibriert und „arbeitet“ die Waschmaschine und umso lauter ist sie.

Prinzipiell sollte man darüber nachdenken, ob die 1600 Umdrehungen pro Minute wirklich immer nötig sind. Zwar trocknet die Kleidung nach stärkerem Schleudern schneller, aber meistens hat man es gar nicht so eilig.

Außerdem kommt die Kleidung stärker verknittert aus der Waschmaschine und der Stromverbrauch ist bei hohen Schleuderdrehzahlen deutlich höher. Es gibt also einige gute Gründe, warum man seine Wäsche eher bei 1000 oder 1200 Umdrehungen pro Minute schleudern sollte – nicht zuletzt, weil die Waschmaschine dann nicht ganz so viel Lärm verursacht.

7. Keine harten Gegenstände auf der Waschmaschine platzieren

Harte Gegenstände, wie zum Beispiel Blumenvasen oder Sprühdosen, geraten beim Waschgang ebenso in Schwingungen. Wenn sie dann aneinanderstoßen, kann das ordentlich Krach machen.

Es empfiehlt sich also eher weichere Dinge auf der Waschmaschine zu lagern, wie zum Beispiel Handtücher. Eventuell können diese sogar dazu beitragen, die Schwingungen der Maschine zusätzlich etwas zu dämpfen.

8. Einen Techniker draufschauen lassen

Wenn all die oben genannte Tipps nicht weiterhelfen oder die Waschmaschine nicht mehr ordnungsgemäß zu laufen scheint, muss eventuell ein Techniker vorbeikommen und die Waschmaschine überprüfen.

Wie viele andere technische Geräte verschleißen auch Waschmaschinen mit der Zeit und brauchen hier und da eventuell ein Ersatzteil. Ein Techniker kann in der Regel gut einschätzen, woran es liegen kann, dass die Waschmaschine mehr Lärm als gewöhnlich produziert. Er kann dann Ratschläge geben, ob es sich eventuell um einen behebbaren Schaden handelt oder ob einem nur noch der letzte Tipp auf dieser Liste übrigbleibt.

9. Neue, leise Waschmaschine besorgen

Manchmal führt kein Weg mehr daran vorbei. Die Waschmaschine hat ihre besten Tage schon lange hinter sich und muss leider gehen.

Beim Kauf einer neuen Waschmaschine kannst du dann ganz gezielt darauf achten, dass es eine leise Maschine ist. Hierzu kannst du dich jeweils an den angegebenen Lautstärkewerten orientieren.


FAZIT

Es gibt einige einfache Möglichkeiten, mit denen man eine Waschmaschine wirksam leiser machen kann. Erstmal empfiehlt es sich, sicherzustellen, dass die Maschine wirklich gerade steht. Zusätzlich lohnt es sich Schwingungsdämpfer oder eine Antivibrationsplatte unter die Waschmaschine zu legen. Geringere Drehschleuderzahlen sind auch sinnvoll, um den Lärm zu reduzieren. Bei extrem lautem Lärm besteht die Möglichkeit, dass die Transportsicherungen noch verbaut sind. Alternativ könnte ein Defekt vorliegen, der von einem Techniker überprüft werden sollte.